Beginne mit milder Seifenlauge, weichen Schwämmen und fusselfreien Tüchern. Teste lösemittelbasierte Reiniger und Abbeizer an unauffälligen Stellen, dokumentiere Reaktionen. Entferne Schmutz, Nikotin, Wachsreste und alte Polituren schrittweise, statt radikal zu schälen. Das Ziel: saubere, intakte Substanz, die Raum für Reparaturen und ein passendes Finish lässt, ohne historische Spuren unnötig auszulöschen oder neue Schäden zu verursachen.
Arbeite von grob nach fein, kontrolliere regelmäßig im Streiflicht, nutze Schleifklotz oder Schleifbrett, um Kanten nicht zu runden. Bei Furnier unbedingt die Reststärke beachten und lieber Ziehklinge verwenden. Absaugung, Atemschutz und Pausen sichern Gesundheit und Präzision. Dokumentiere Körnungen, Flächenfortschritt und Fehler, damit jede nächste Etappe klar, ruhig und überzeugend gelingt und das Holz anschließend leuchtend, nicht müde wirkt.
Lose Zapfenverbindungen lassen sich mit Haut‑ oder Knochenleim respektvoll reaktivieren, wenn alte Leimreste sorgfältig entfernt werden. Fehlende Dübel ersetzt du maßhaltig, Pressdruck wird gleichmäßig verteilt. Bei Rissen helfen Schwalbenschwanz‑Konsolen oder Inlays. Ziel ist Stabilität mit minimaler Invasivität, damit die originale Konstruktion ihre Integrität behält, fortan zuverlässig trägt und zukünftige Reparaturen weiterhin möglich bleiben, ohne verborgene Schwachstellen einzubauen.